quantisierte Intonation

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Quantenintonation

 

Es handelt sich bei meinem Tonsystem um eine quantisierte Intonation auf Basis von 19 Stufen in der Oktave.

Wenn man die Oktav in 19 gleiche Stufen einteilt, ist die kleine Terz rein, große Terz und Quint sind 7ct zu klein und die Natursept ist 21ct zu klein - oder anders ausgedrückt:

die von den Primzahlen 3 und 5 abgeleiteten Intervalle weichen um 7ct vom reinen Intervall ab; die von der 7 abgeleiteten um 21ct; die kleine Terz ist rein, weil sich die 7ct der 5 und die 7ct der 6 aufheben.

Die Oktav mit 1200ct durch 19 geteilt ergibt ca. 63,15ct; diese nochmal durch 9 ergeben 7,02ct.

dieses Mikrointervall liegt im mittleren Tonbereich an der Grenze des melodischen Unterscheidungsvermögens.

Des weiteren kann man hier auch den Wechsel von Schwebung zu Dissonanz ansiedeln.

Das sind theoretisch 9x19=171 Stufen, von denen man zum reinen Intonieren allerdings nur 3x19 braucht; bei sehr komplexen Akkorden kann man in Ausnahmefällen auch mal einen Ton um 28ct ziehen...

Töne werden regelgemäß nur gezogen; nicht gedrückt; das ist auf Saiteninstrumenten schwierig und klingt nicht schön...

Die größte rechnerische Abweichung zum reinen Intervall liegt bei 0,4ct.

So genau intoniert kein lebender Musiker - das ist erstmal Theorie...

 

Für die Musikpraxis spielen diese 7ct eine andere, sehr wesentliche Rolle:

Ich habe vergleichsweise übersichtliche 19 Tonstufen.

Die Intonationskorrekturen für reine Intervalle/Akkorde bildet ein kohärentes System.

Ich habe nur 3-4 für die Finger relativ leicht erlernbare, sehr genau reproduzierbare Intonations-korrekturen.

Diese kann ich ohne Umweg über das recht lahme harmonische Hören verwenden.

Ich kann zwischen harmonischer, melodischer und expressiver Intonation frei wechseln.

 

neben den herkömmlichen Skalen und Modi kann ich ich arabeske Skalen unter Einbeziehung von Dritteltönen und übermäßigen Sekunden bilden.

Die Natursept und die von mir als Subterzen bezeichneten Intervalle 7/6 und 8/7 lassen sich melodisch recht gut einbinden; der Naturtritonus 7/5 ist eine echte Bereicherung und die übermäßige Terz 9/7 lässt sich zumindestens verwenden.

 

Für kontrapunktische Komposition werden Vergrößerung und Verkleinerung eines Themas nachvollziehbar...

 

Der grundlegende melodische Charakter ohne Intonationskorrektur verstärkt die für mitteltönige Melodik typischen Aspekte:

Das Verhältnis zwischen Ganz- und Halbton ist noch etwas entspannter (189/126 vs 193/117)

Der chromatische Halbton oder Drittelton ist mit 63ct vs. 76ct stärker/spannungsreicher

Durch vom harmonisch reinen Intonieren gewohnte Korrekturen ergibt sich eine dem mitteltönigen ähnlicherer Eindruck.

 

Generell klingt Musik in harmonischen wie melodischen Aspekten durch die systematische Intonation lebendiger und bildet trotzdem ein kohärentes Feld.

 

Michael Schmidt Trierer Str.49 53909 Zülpich Tel. 02252 81259 Mobil 0178 1530 967 ibau19@gmx.de